Archiv der Kategorie: Uncategorized

Saturday Night Genealogy Fun (am Sonntag)

Hallo!

Lange nichts mehr gepostet! Es lag nicht daran, daß ich nicht wollte, es kam nur immer so viel dazwischen!

Dazu passend, hier mein Beitrag zu Saturday Night Genealogy Fun (am Sonntag Abend deutscher Zeit geschrieben).

Auftrag: Schreibe wo Deine Vorfahren vor genau ein hundert Jahren waren am 16. September 1917 waren. Ok!

Mein Großvater Johann Jakob Hartmann, genannt Jean-Jac, lebte am 16. September 1917 noch bei seinen Eltern, denn er war erst 13 Jahre alt.

Seine Vater Heinrich Hartmann war Lehrer in Worms. Seine Mutter Katharina Margaretha Therese Wilhelmine Weber (Tochter eines Lehrers) war „ohne Gewerbe“ und würde nur wenig später in acht Monaten und 28 Tagen mit nur 38 Jahren sterben. Woran weiß ich leider (noch) nicht. Jean-Jacs jüngerer Bruder Heinrich war am Stichdatum neun Jahre alt.

Die Familie lebte in Worms vermutlich in der Pfrimmstr. 2. Heinrich Hartmann ist ab 1918 bis einschließlich 1939 (dann als „Lehrer a.D.“ gelistet) über Telefonbücher in dieser Adresse nachweisbar. Hierbei handelt es sich um eine sehr einfache Unterkunft, die kleine Familie lebt in einem Mehrparteienhaus, welches vom Hauseigentümer ebenfalls bewohnt wird. Da Lehrer damals eher schlecht bezahlt wurden, überrascht dies nicht. Der Familienvater Heinrich war zu diesem Zeitpunkt 38 Jahre alt und musste vermutlich Wehrdienst leisten.

Der Großvater väterlicherseits dieser Familie Johann Jakob Hartmann, genannt Jakob, lebte ebenfalls noch. Er war 66 Jahre alt und lebte in Reichelsheim im Odenwald. Ob er immer noch als Volksschullehrer arbeitete, konnte ich bisher nicht herausfinden. Seine Ehefrau Anna Elisabeth Bormuth lebte ebenfalls noch in Reichelsheim. Heinrich war das einzige Kind von Johann Jakob und Anna Elisabeth, welches das Erwachsenenalter erreicht hatte.

Der Vater von Katharina Weber lebte ebenfalls noch. Karl August Weber, Lehrer, war 66 Jahre alt und ich konnte bisher nicht herausfinden, ob er zu diesem Zeitpunkt noch als Lehrer tätig war. Seine erste Frau Anna Katharina Finkernagel war bereits 1886 verstorben. Ob seine zweite Ehefrau Henriette noch lebte, weiß ich leider nicht. Karl August Weber starb 1921 in Buchschlag, Dreieich, Hessen. Katharina hatte eine ältere Schwester gehabt, die allerdings bereits 1898 verstorben war. Ob sie Halbgeschwister aus der Ehe von Karl August mit Henriette hatte, konnte ich bisher nicht herausfinden.

Mein Urgroßvater Lorenz Eckert, lebte zum Stichtag in Flörsheim, Main-Taunus-Kreis, Hessen. Lorenz lebte mit seiner Ehefrau Karolina „Lina“ Lehmann und dem gemeinsamen Sohn in Flörsheim. Er arbeitete als Fabrikarbeiter bei den Farbwerken in Hoechst. Lorenz wird tragischerweise nur noch wenig Zeit bleiben – er wird im Dezember 1920 bei einer Explosion auf dem Werksgelände in Hoechst tödlich verletzt. Im Dezember 1918 war er zum zweiten Mal Vater geworden – Maria Elisabeth „Elli“ ist meine Großmutter väterlicherseits. Aber das ist Zukunftsmusik. Der junge Vater ist vor 100 Jahren 27 Jahre alt.

Lorenz‘ Vater Johann Eckert I., mein Altvater, lebt vor 100 Jahren ebenfalls in Flörsheim, er ist 64 Jahre alt. Seine Ehefrau Susanna Schneider ist vor einem halben Jahr mit 69 Jahren gestorben. Johann wird 1920 sterben. Sein Schwager Nikolaus Schneider wird 1926 in Flörsheim sterben. Alle anderen Geschwister (und die Eltern) von Susanna werden bereits Jahrzehnte tot sein.

Johann hat eine ganze Schar von Kindern. Lorenz ist sein jüngstes Kind. Vor 100 Jahren leben noch Lorenz‘ großer Bruder Wilhelm (der Erstgeborene) und seine Schwestern Katharina und Theresia. Die Familie war offensichtlich sehr eng miteinander – wenn ich die Sterbe-, Heirats- und Taufeinträge sehe, sehe ich immer wieder die Eltern und die Geschwister als Zeugen und Paten auftauchen. Alle leben in Flörsheim, relativ nah beieinander. Johann lebt mit Susanna laut deren Sterbeurkunde ein halbes Jahr vor dem Stichtag in der Obermainstraße Nr. 9. Johanns Beruf wird mit Steinbrucharbeiter angegeben. Wilhelm Eckert zeigt den Tod seiner Mutter an. (Er wird ein paar Jahre später auch den Tod seines Vaters anzeigen. Dieser verstarb in der Untermainstr. 34, welches scheinbar die Wohnung von Wilhelm und seiner Familie war.)

Linas Eltern leben ebenfalls noch in Flörsheim. Auch diese Familie scheint eng verflechtet und taucht gegenseitig ebenfalls ständig auf deren Urkunden auf.

Linas Vater ist der Schneidermeister Gottlieb Lehmann. Gottlieb ist keine lokale Pflanze – er kam aus Sachsen nach Hessen. Wie genau das geschah, ist mir unklar. Ich weiß nur, daß er das einzige Kind des Flörsheimer Schneidermeisters Johann Schäfer heiratete – Elisabetha. Elisabetha hatte eine Schwester, die aber bereits als Kind verstarb. Schneidermeister Schäfer und seine Ehefrau starben bereits vor der Jahrtausendwende. Von dieser Schäfer Familie lebte vor 100 Jahre also nur noch Elisabetha in Flörsheim mit ihrem sächsischem Schneidermeister Gottlieb und ihren Kindern. Gottlieb war 59 Jahre, Elisabetha 57 Jahre alt. Die Lehmanns waren auch mit einer reichen Kinderschar beschenkt. Aber auch hier waren sicher Tränen vorhanden, denn nicht alle Kinder erreichten das Erwachsenenalter, einige der Söhne kamen nicht aus dem 1. Weltkrieg zurück. (Hiermit hatte ich mich bereits in einem Blogbeitrag beschäftigt.)

Vor 100 Jahren lebten noch folgende Geschwister von Lina: Ihre ältere Schwester Johanna, ihr jüngerer Bruder Gerhard. Ihr jüngerer Bruder Michael Karl Lehmann wird im Krieg fallen, wann genau ist unklar, Zeitpunkt vor dem September 1918.

Vor 100 Jahren war Linas jüngerer Bruder Joseph bereits im Krieg gefallen – nur 21 Jahre alt bei einem Gefecht bei Friese, Frankreich, Ende Januar 1916.

Linas jüngere Schwester Barbara war zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre alt und lebte vermutlich in Flörsheim. Linas jüngerer Bruder Julius Albert Lehmann war zum Stichtag 19 Jahre alt, war als Bahnarbeiter gelistet, leistete vermutlich allerdings Kriegsdienst. Julius würde ebenfalls im Krieg fallen – im August 1918 in Herbeville, Frankreich.

Ob Linas jüngster Bruder überhaupt Wehrdienst leisten musste, weiß ich bisher nicht. Er wurde im März 1900 geboren und lebte vor 100 Jahren in Flörsheim.

Nun wende ich mich von meiner väterlichen Seite, die in Hessen lebte zu meiner mütterlichen Seite, die in Pommern lebte zu:

Mein Großvater Albin Klatt lebte in Riege, Deutsch Krone. Hier handelt es sich um ein kleines typisches Dorf in Hinterpommern. Er wurde erst am 23. August 1912 geboren als jüngstes Kind von August Klatt und Wilhelmine Fik. Ein genaues Geburtsdatum von August habe ich leider nicht. Ich weiß nur, er wurde 1875 geboren, er war Herren-Schneidermeister und er war Bürgermeister von Riege. Seine Ehefrau Wilhelmine war zwei Jahre jünger. Entsprechend waren die beiden 42 und 40 Jahre als vor 100 Jahren. Albin war das jüngste Kind einer ganzen Kinderschar, insgesamt sechs Mädchen und drei Jungs. Die Familie lebte auf einem Bauernhof, den sie zur Selbstversorgung in Riege betrieben. August musste vermutlich Wehrdienst leisten, genaueres weiß ich bedauerlicherweise nicht.

Albins spätere Ehefrau Anna Spickermann lebte mit ihrer Familie in Schneidemühl, einer größeren Stadt in Pommern. Anna war ebenfalls ein Kind vor 100 Jahren. Sie war am 25. Januar 1912 geboren worden und war zum Stichtag erst fünf Jahre alt. Anna war ebenfalls das Nesthäkchen der Familie.

Die Spickermänner waren vom 1. Weltkrieg ebenfalls betroffen. Der Familienvater Emil starb – ich habe immer noch keine Bestätigung woran und wie. Aber mittlerweile kann ich wohl davon ausgehen, daß er nicht zu hause starb. Zuhause war die Königsblicker Straße 28 in Schneidemühl. Nah am Fluß Küddow, der die Stadt durchfloß und nah am Lok-Bahnhof, der vor 100 Jahren state of the art war. Nah war ebenfalls die Kirche, die die Familie besuchte, St. Antonius.

Die Mutter der Familie die 42jährige Elisabeth Dahlke kümmerte sich nach dem Tod ihres Mannes aufopferungsvoll um ihre Familie, konnte aber selbst nur dadurch überleben, daß ihre erwachsenen Kinder ihr Geld und Lebensmittel zusteckten. Das Leben vor 100 Jahren war hart in Schneidemühl.

Die Kinder waren noch jung und musste schnell mithelfen. Der älteste Sohn Emil war vor 100 Jahren erst seit wenigen Tagen 16 Jahre alt. Er absolvierte vermutlich zu dieser Zeit eine Bäckerlehre. Die zweitälteste war Elisabeth, die erst vor wenigen Tagen 15 geworden war. Leo war 14, Franz würde im Dezember 13 Jahre alt werden. Der jüngste Sohn Bruno war 11 Jahre alt. Anna, das Nesthäkchen war ein richtiger Nachzügler. Es gab einen Sohn aus einer früheren Ehe von Emil, ein Theodor Spickermann. Dieser scheint zu dieser Zeit nicht bei Elisabeth und ihren Kindern gewohnt zu haben.

Für die 42jährige war es sicherlich hart. Auf Unterstützung durch ihre eigenen Eltern konnte sie nicht hoffen – diese waren bereits vor der Jahrtausendwende verstorben. Elisabeth hatte eine zwei Jahre jüngere Schwester Maria. Ob Maria zu diesem Zeitpunkt in Schneidemühle lebt, weiß ich leider nicht. Maria hatte noch nicht einmal den gleichen Nachnamen wie ihre Schwester Elisabeth – Elisabeth war ein uneheliches Kind, welches den amtlichen Namen ihrer Mutter Johanna Dahlke erhalten hatte und weiter unter diesem Namen geführt wurde. Elisabeth und Maria hatten die gleichen Eltern, die Ehe scheint zwischen der Geburt der beiden Schwestern geschehen zu sein. Maria hatte den Nachnamen des Vaters der beiden Mädchen erhalten: Binnenböse.

Auch wenn ich nicht weiß, wo Maria vor 100 Jahren lebte, dennoch weiß ich durch Familienerzählungen, daß die beiden Schwestern sich immer nahe standen. Als es Ende Januar 1945 zur Flucht aus Pommern kam und Elisabeth Dahlke Spickermann mit ihrer jüngsten Tochter (und deren Baby Herbert) flüchten mussten, da flüchteten die beiden Frauen zu Maria Binnenböse, die mittlerweile in einem Vorort von Berlin lebte.

Und das war es. Leider habe ich keine passenden Fotos, was natürlich schade ist.

Allerdings fand ich dies hier auch so eine interessante Reise in die Vergangenheit von vor 100 Jahren. Danke für die Challenge, Randy! 🙂

Advertisements

Saturday Night Genealogy Fun – the day your grandfather was born

Um wieder in den Rhythmus des Blog-Schreibens zu kommen, mache ich am Sonntag Abend beim Saturday Night Genealogy Fun von Genea Musings mit.

Diese Woche mit dem Thema „der Tag an dem dein Großvater geboren wurde“. Da ich mich um die Beantwortung der Fragen quasi bei allen von mir recherchierten Familienmitgliedern beschäftigt habe, mache ich hier gerne mit.

Ich kann ja aus dreien wählen, wobei ich ja leider nur von zweien die Daten habe.

Albin Bernhard Klatt, mein Großvater mütterlicherseits, wurde am 23. August 1912 in Riege, Deutsch Krone, Pommern geboren.

Johann Jakob Hartmann, mein Großvater väterlicherseits, wurde am 20. Mai 1904 in Worms geboren.

Eddie White, der leibliche Vater meines Vaters, ist immer noch eine unbekannte Größe, dementsprechend liegen mir leider keine Daten zu seinem Leben vor.

1)  What day of the week was your Grandfather born (either one)? Tell us how you found out.

Opa Albin wurde an einem Freitag geboren. Herausgefunden habe ich dies, indem ich vor langer Zeit in einigen Büchern nachgeschlagen hatte und gerade eben noch mal über google gesucht hatte (ob ich noch was Neues finden kann). Fündig wurde ich auf geboren.am schicksal. com onthisday.com und bei wikipedia.

Weitere Informationen zum Geburtstag von Opa Albin: Er ist in einem Schaltjahr zur Welt gekommen, im Sternzeichen Löwe, Wasserratte im chinesischen Horoskop.

Opa Jakob wurde ebenfalls an einem Freitag geboren. Lustigerweise handelt es sich mit 1904 um ein weiteres Schaltjahr, was mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewußt war! Beide mir bekannte Opas sind in einem Schaltjahr jeweils an einem Freitag geboren! Das hatte ich auch schon vor Jahren recherchiert, aber jetzt gerade erst ist es mir bewußt geworden, als ich diesen Blog-Beitrag begann zu verfassen. Nasowas! Frisch gegooglet habe ich hier geboren.am und wikipedia und wikipedia Nr. 2 und wikipedia Nr. 3.

Für Opa Jakob hatte ich die Tierkreiszeichen auch nachgeschaut – diese hatte ich mir bereits vor einiger Zeit notiert. Im westlichen Tierkreiszeichen war er Stier. Im chinesischen Tierkreiszeichen war Jakob ein Holz-Drache. (Ich bin ein Feuer-Drache.)

2) What has happened in recorded history on your Grandfather’s birth date (day and month)? Tell us how you found out, and list five events.

Am 23. August 1912 geschahen laut den oben genannten Online Quellen in Deutschland eher wenig. Seit Mai und noch bis Ende September war in Köln die bedeutende Ausstellung des Sonderbundes zu sehen.

In den Vereinigten Staaten verschwand am 23. August 1912 Bobby Dunbar um dessen Verschwinden und scheinbares wieder Auftauchen acht Monate später ein großes Rätselraten und öffentliche  Diskussion entstand. Ein sehr kurioser Fall, denn durch einen vor wenigen Jahren vorgenommenen DNA-Test konnte nachgewiesen werden, daß der Junge, der nach acht Jahren wieder auftauchte und für Bobby gehalten wurde, kein Blutsverwandter der Dunbars war. Ich frage mich, ob dieser Fall eine Inspiration hinter einem Film mit Angelina Jolie war.

Ebenfalls in den Staaten trat der Pure Food and Drug Act in Kraft, nach dem in einem Lebensmittel oder einer Droge/Medizin nur das enthalten sein darf, was ausgezeichnet war.

Im heutigen Ghana, damals von den Kolonialmächten Goldküste genannt, wurde Hugh Clifford als Verwalter eingesetzt. Er blieb bis 1919 auf diesem Posten.

Bandar Abbas, damals Persien heute Iran, wurde von Rebellen angegriffen.

Am 20. Mai 1904 geschah relativ wenig. Ich habe nichts gefunden, bööö.

Zusatzinfo: Am 21. Mai 1904 wurde in Paris die FIFA gegründet.

3)  What famous people have been born on your Grandfather’s birth date?  Tell us how you found out, and list five of them.

Was ich schon seit vielen, vielen, vielen Jahren weiß, ist daß mein Opa Albin den gleichen Geburtstag wie Gene Kelly hat! Was natürlich für mich als alte Stepp-Tänzerin ganz wunderbar ist.

Wesentlich bedeutender finde ich allerdings den Beitrag den Ingeborg Kummerow zur Weltgeschichte leistete – sie war Widerstandskämpferin und Teil der sog. Roten Kappelle. Auch Ingeborg wurde an diesem Freitag im Schaltjahr 1912 geboren in Hamburg-Rahlstedt.

Ebenfalls am 23. August 1912 wurde der russissche Erfinder Alexei Iwanowitsch Sudajev geboren. Er ist der Entwickler der Maschinenpistole PPS-43.

Auch am 23. August 1912 wurde der Zeichentrickzeichner Ed Benedict geboren. Von ihm sind u.a. der Yogi-Bär und Fred und Wilma Feuerstein.

Der schwedische Jurist Gunnar Lagergren wurde an diesem Freitag in Stockholm geboren.

In Japan wurde der Lyriker Miya Shuji geboren.

Für die Literatur schien ein guter Tag zu sein, denn in Brasilien kam der Schriftsteller Nelson Rodrigues zur Welt.

Zwei Tage später, also als Sonntagskind, wurde übrigens Erich Honecker geboren.

Opa Albin und all die genannten würden dieses Jahr ihren 105. Geburtstag feiern.

Opa Jakob, der am Freitag den 20. Mai 1904 geboren wurde, teilt seinen Geburtstag ebenfalls mit Schriftstellern.

Margery Allingham wurde in London geboren. Sie wurde später als Autorin klassischer Detektiv-Romane bekannt.

In Tokyo wurde Nagai Tatsuo geboren. Er wurde anscheinend vor allem durch seine Kurzgeschichten bekannt.

Da ich nicht mehr finden konnte – drei Tage zuvor, am 17. Mai 1904, wurde der französische Schauspieler Jean Gabin geboren.

All die hier Aufgezählten würden dieses Jahr ihr 113. Geburtstag feiern.

Zusatzinfo: Am 20. Mai 1908 wurde einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler geboren – Jimmy Stewart.

One Lovely Blog Award

One Lovely Blog Award

One Lovely Blog Award

Karen hat mich für den One Lovely Blog Award nominiert. Darüber freue ich mich natürlich sehr! Vielen Dank Karen!

Was ist der One Lovely Blog Award?

Nach mehrfacher Online-Recherche konnte ich im Grunde über die Ursprünge des One Lovely Blog Award nur wenig herausfinden. (Suchen über die großen Internetsuchmaschinen bringt eine Vielzahl von Blogeinträgen zu Tage, in denen genau dies geschildert wird – über die Ursprünge ist nichts herauszufinden.)

Fest steht nur: Man wird nominiert, bedankt sich dafür, schreibt sieben Sachen über sich selbst, nominiert 15 (oder so viel man mag) andere Blogger und teilt ihnen das mit.

Auch wenn ich nicht genau die Ursprünge oder die Urheber ergründen konnte, so kann ich doch in den vielen Blogeinträgen eins erkennen: Man wird von jemanden nominiert, der den jeweils nominierten Blog für interessant genug hält nominiert zu werden mit der kleinen Verpflichtung etwas über sich selbst Preis zu geben und dann den Staffel-Stab weiterzugeben.

Ich verstehe es so, dass ich so Blogs nominieren kann, die mir Freude bereiten und die eventuelle Leser meines Blogs vielleicht noch nicht kennen und mal mit einem Klick kennenlernen können. Diese Idee finde ich gut, deshalb hier:

Sieben Dinge über mich:

  • Ich bin gelernte Speditionskauffrau und mit 30 Jahren an die Uni gegangen um Ägyptologie und Archäologie zu studieren. Mittlerweile studiere ich nur noch Archäologie. (Materielle Hinterlassenschaften erkunden liegt mir sehr viel mehr als Hieroglyphen und mittelägyptische Grammatik auswendig lernen.)
  • In meiner Familie kommen erfreulich häufig „Vornamen-Buchstaben-Paare“ vor: Meine Eltern heißen Regina und Roman, meine Großeltern mütterlicherseits Anna und Albin. Annas Eltern hießen Emil und Elisabeth. Emils Eltern hießen August und Auguste. Auf der Seite meines Vaters kommt es auch vor,  ist aber natürlich etwas komplizierter. Meine Oma hieß Elli. Der Soldat, der der Vater meines Vaters war hieß Eddie. Ellis Eltern sind Lina und Lorenz … ich könnte so lustig weitermachen … Da ich selbst Verena heiße, habe ich es mit „V“ nicht so einfach. 😉 Ich könnte mir aber auch einfach jemanden suchen, der zwei Vornamen hat, die mit dem gleichen Vornamen anfangen – aber das wäre ja irgendwie gemogelt, gell? 😉
  • Ich habe stets eine Flasche 4711 in meinem Rucksack. Nicht nur aus Lokalpatriotismus (ich bin geborene Krefelderin, studiere aber in Köln, habe dort auch lange und gerne gelebt), sondern als Pendlerin braucht man immer wieder mal schnell einen guten Geruch in der Nase …
  • Mein Leben hat sich komplett verändert seit meinem Entschluss aus meinem Beruf (Speditionskauffrau) „zurück“ an die Uni zu gehen – nichts ist mehr so, wie es damals war. Sehr schwerwiegende Sachen sind passiert auf die ich keinen Einfluss hatte; vor allem die dramatische Krebserkrankung meiner Mutter und ihr Tod waren extrem schlimm für mich. Aber jetzt, Jahre später und noch lange nicht alle Probleme gelöst und immer noch traurig über einige Erlebnisse, bin ich glücklicher und entspannter als jemals zuvor. Mich haut nix mehr aus den Socken!
  • Ich habe viel zu viele Bücher!
  • Finanziell kann ich es mir momentan vieles nicht erlauben, was mich aber am meisten zwackt ist, dass ich kein Haustier haben kann! Ich war leidenschaftliche Hunde- und Meerschweinchen-Mama und vermisse es sehr ein Tier um mich zu haben.
  • Häkeln und Handarbeiten sind meine Leidenschaft geworden und haben mir in den schweren Jahren sehr geholfen. Ich kann das jedem nur weiterempfehlen – auf die Vorurteile zu Handarbeiten pfeifen und etwas selbst machen. Es gibt kein erfüllenderes Gefühl als etwas Selbstgemachtes in Händen zu halten oder besser noch, anzuziehen!

Ich nominiere:

Nun werde ich einfach ein paar Blogs listen, die ich sehr gerne lese und die (so viel ich weiß) noch nicht für den One Lovely Blog Award nominiert wurden.

A Girl Called Jack – wahrscheinlich schon x-mal für den Lovely Blog Award nominiert, ich liste sie trotzdem. Die alleinerziehende Mutter Jack war in einem Dilemma – sie konnte trotz ihrer Vollzeit-Stelle ihren Sohn nicht in einer Tagesstätte unterbringen. Sie kündigte, in der Annahme, sie würde schnell eine neue Stelle finden. Was folgte war ein finanzieller Totalabsturz, denn sie fand keine neue Arbeit. Aus ihrem Unglück und ihrer Verzweiflung entstand ihr Blog, in dem sie mit den Lebensmitteln, die sie von der Food Bank (vergleichbar den deutschen Tafeln) erhielt, für ihren kleinen Sohn und sich kochte. Sehr inspirierende Lebensgeschichte. Aus ihren pfiffigen und leckeren (!) Rezepten entstand mittlerweile ein erfolgreiches Kochbuch. Momentan postet Jack übrigens weniger häufig – denn sie hat eine neue Vollzeit-Stelle und schreibt an einem weiteren Kochbuch …

Afroculinaria – Michael W. Twitty ist ein „Koch-Historiker“ (gibt es einen deutschen Begriff dafür?). Er erforscht afrikanische und afroamerikanische Küchen- und Lebenstraditionen. Ebenso berichtet er über sein jüdisches Leben. Immer spannend, nie langweilig.

Archaeologik – Archäologie-Blog von Rainer Schreg, der sich mit aktuellen Funden, Forschungen, Ereignissen und Meldungen kritisch beschäftigt.

Archäologische Nachrichten – Guido Nockemann unterhält hier einen Blog mit den neuesten Nachrichten aus der Archäologie. Daneben hat er einen weiteren Blog, den ich weitaus spannender finde, und der sogar eine ISSN-Nr. hat – Guido, wolltest Du nicht mal einen Blogbeitrag schreiben, wie man den Blog in Publikationen zitieren kann? 😉 (Diss haste doch abgegeben …) Bis dahin kann ich so leider nur auf Archäologie 2.0 mit Hyperlink verweisen und hoffen, dass Guido dort wieder postet …

Blogtor Who – berichtet über alles, was Whovians (Fans der BBC TV Serie Doctor Who) interessieren könnte.

Cafe Johnsonia – US-amerikanischer Food-Blog mit vegetarischen Rezepten, die sich an den Jahreszeiten orientieren.

Dobbys Signature – Dobby stellt in ihrem Blog die Küche Nigerias vor. Ebenfalls ab und an Berichte über das Leben in diesem westafrikanischen Land.

Dreams are what le cinema is for … – Filmbesprechungen älterer Filme. Hier wurde ich auf viele spannende Filme aufmerksam, von denen ich bisher nichts gehört hatte.

Genealogie Timo Kracke – Timo publiziert ebenfalls den Podcast „der Genealoge“. Momentan etwas still (aber darüber beschwere ich mich eh bei niemanden), postet Timo über neue deutsche Genealogie-Blogs oder deutsche Genealogie-Nachrichten.

In the Artifact Lab. Conserving Egyptian Mummies – Blog der Restauratoren des Penn Museum der University of Pennsylvania in Philadelphia. Es werden nicht nur Mumien restauriert.

Jon Crispin’s Notebook – Jon Crispin ist ein Photograph, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Koffer zu fotografieren, die im Willard Asylum gefunden wurden. Diese Koffer, größtenteils leer, sind von den ehemaligen Bewohnern des Asylums zurückgelassen worden. Tragische, intime oder einfach unterhaltsame Augenblicke aus dem Leben der Heimbewohner werden lebendig. (Wohl gemerkt, damals konnte man mit heute leicht behandelbaren vermeintlichen „Krankheiten“ – darunter auch Homosexualität – für den Rest seines Lebens weggesperrt werden.) Mehr zu diesem faszinierenden Projekt gibt es hier zu sehen.

nknews.org – Nachrichten und Berichte aus Nordkorea. Sowohl kritisch hinterfragte Kommentare zu Nachrichten als auch Berichte von Flüchtlingen aus Nordkorea. Hinter der Website steht ein ganzes Team von unabhängigen Nordkorea-Spezialisten und Journalisten. Hier gibt es tatsächlich Einblicke in das alltägliche Leben in Nordkorea, so wie es sonst kaum vermittelt wird.

One Free Korea – Ergänzend zum oben genannten Blog – von einem US-amerikanischen Anwalt betrieben, der früher Soldat war. Sehr viel kritischer und mit starker Meinung gegen das nordkoreanische Regime. Stärke des Blogs: Immer wieder Berichte über und Analyse von Satellitenbilder von den offiziell nicht-existierenden prison camps.

Nochmals vielen Dank für die Nominierung für den One Lovely Blog Award, Karen! 🙂

Saturday Night Genealogy Fun (SNGF) – What date was your grandfather born?

I’m participating in Randy Seaver’s Genea-Musings „Saturday Night Genealogy Fun“ (SNGF).

I was debating with myself if I should do this in German and English … and look at the time – I’ll just blog in English, I might participate again in German and not let my over-thinking get in the way next time. 😉

1. What day of the week was your Grandfather born (either one)? Tell us how you found out.

Well, first of: I have three grandfathers to pick from. (More about this – here.) Two I know the certain identify of. Only one of the three grandfathers I’ve met. Therefore I’ll just go into detail with Opa Albin, the only „Opa“ (grandpa) I got to know.

Opa Albin was born on August 23rd 1912 in Riege, Kreis Deutsch Krone, Pomerania.

I got this (and other information) from the website http://geboren.am. (Actually I usually look up the day of the week as soon as I find out a date, so this is in my files, but I’m not even sure anymore where I got it from.)

August 23rd 1912 was a Friday.

Opa Albin is my mother’s father. My father has two fathers: His biological father, who I’m still trying to find and his … well, father. His name is Johann Jakob (called Jakob). The biological father was called Eddie.

Jakob was born May 20th 1904 in Worms, Hesse. Incidentally this was a Friday too.

2. What has happened in recorded history on your Grandfather’s birth date (day and month)? Tell us how you found out, and list five events.

On Opa Albin’s birth date (the exact year 1912) in the US, Bobby Dunbar disappeared. (Wikipedia-Entry.) This curious case probably only made small headlines in the bigger national newspapers in Germany. I don’t think my family in Pomerania would have heard about it.

Also taken from Wikipedia – Entry for August 23rd:

In the year 237 BC pharao Ptolemaios III. starts building the temple of Edfu.

In the year 153 BC Roman consul Quintus Fulvius Nobilior loses a whole legion (that 3,600 to 6,000 soldiers!) fighting the Celt-Iberians in Numantia; what is today in Spain.

In the year 1305 William Wallace is publically tortured to death in London.

In the year 1927 Sacco and Vanzetti are executed.

Opa Jakob:

May 20th 1631 – the sack of Magdeburg. During one of the most horrible war crimes ever, around 20,000 people are slaughtered. The newly created German verb „magdeburgisieren“ will now for centuries be used to describe total ruthless destruction.

1862 – Lincoln signs the Homestead Act.

3. What famous people have been born on your Grandfather’s birth date? Tell us how you found out, and list five of them.

On Opa Albin’s birth date (in the year 1912!) actor and dancer Gene Kelly was born.

Also sharing Opa Albin’s birth date, but not the same year:

1754 – King Louis XVI of France. He will later be executed during the French Revolution. (His wife was Marie Antoinette.)

1854 – pianist and composer Moritz (Maurice) Moszkowski.

1931 – Barbara „I dream of Jeannie“ Eden.

1946 – Keith Moon, drummer of The Who.

Opa Jakob (May 20th 1904):

1764 – Johann Gottfried Schadow – sculptor and creator of the Quadriga on top of the Brandenburg gate in Berlin.

1799 – Honoré de Balzac – French writer – „la comédie humaine“.

1908 – Jimmy Stewart – Actor.

Ganz viel Neues auf einmal

Es tut mir mittlerweile richtig leid, dass ich nicht dazu komme hier zu posten.

Ich hoffe in den kommenden Tagen eine Folge von mehreren Blogeinträgen zu machen. Jeder einzelne von Ihnen ist superspannend und/oder einfach nur total erfreulich!

Durch einen Kommentar (von Hans Joachim – ich hoffe Du liest dies) werde ich dann auch den bereits „angedeuteten“ Beitrag online stellen, wie man einen Mikrofilm bei den Mormonen bestellt. (Status: Beitrag ist quasi fertig geschrieben, es fehlen allerdings noch die Screencaps.) Mikrofilme bestellen und sichten ist wirklich sehr viel einfacher als man es sich vorstellt und ich hoffe immer sehr, dass „man“ sich einfach rantraut. Sprich: Der Beitrag wird auch zu einem großen Teil ein Ermutigungsbeitrag auf diesem Blog sein.

Denn die Genealogie und alle „Nebenwirkungen“ machen einfach unheimlich viel Spaß. Man lernt so viel, vom meisten hatte man noch nicht mal eine Ahnung, dass es für einen selbst relevant sein könnte und würde. Geschichte ist nicht nur mehr das, was in Büchern steht, sondern was die eigene Familie er-, durch- und teilweise überlebt hat. Der Horizont wird unweigerlich weiter und es gibt viele tolle und spannende Begegnungen.

Aktuell freue ich mich über eine Menge. Darunter ist eine Nominierung für den „One Lovely Award“ durch Karen. Dafür werde ich natürlich einen eigenen Beitrag verfassen. Aber freuen tue ich mich jetzt schon wirklich ganz dolle! 🙂

Und es gibt natürlich wieder neue Funde in meiner Familienforschung, die ich vorstellen möchte, sei es Dokumente oder weitere Analyse-Ergebnisse meines DNA-Tests. Nur so viel: Meine Mitochondrien-DNA habe ich (Verena) von einer immer länger werdenden Namenliste spannender Frauen:

Verena – Regina – Anna – Elisabeth – Johanna – Rosalie ….

Auf in neue Abenteuer mehr über das Leben dieser Frauen zu erkunden! (Und die Männer will ich dabei natürlich auch nicht vergessen.)

Buster Keaton, mein 8. Cousin 3. Grades

Eigentlich habe ich ja nicht mit der Genealogie angefangen um herauszufinden, mit welcher berühmten Persönlichkeit ich verwandt bin.

Aber dann kam ich an den Link zur Website

http://roots-fb.cs.byu.edu/home

und da musste ich es einfach mal ausprobieren! Mit welcher berühmten Persönlichkeit bin ich wohl verwandt?

Auf der Website kann man seinen familysearch.org Stammbaum einlesen und dann wird nach selbst gewählten Kategorien, wie z.B. europäischer Adel, berühmte Amerikaner, … einfach mal selber schauen … Resultate aufgelistet.

Bei mir kam zwar kein europäischer Adel (mit den auf familysearch eingestellten Daten) heraus, aber ich bin mit Buster Keaton, dem berühmten Stummfilm-Komiker verwandt. Das ist natürlich superprächtig, denn neben meiner Leidenschaft für Genealogie, habe ich eine ausgeprägte Leidenschaft für Stummfilme!

Und jetzt bin ich tatsächlich mit Buster Keaton verwandt, wer hätte es gedacht – ich nicht. 🙂

Aufgelistet wird nicht nur die Person – Buster Keaton – und das Verwandtschaftverhältnis – 8. Cousin 3. Grades – sondern auch das Verwandtschaftsverhältnis selbst.

Gemeinsame Vorfahren mit Buster Keaton

Gemeinsame Vorfahren mit Buster Keaton

Verwandt bin ich über meinen Vater, meinen Opa Johann Jakob Hartmann, über meine Urgroßmutter Lina Lehmann (verheiratet mit Lorenz Eckert – der Fabrikarbeiter, der bei einer Explosion ums Leben kam), über ihre Mutter/meine Altmutter Elisabetha Schäfer (verheiratet mit Gottlieb Lehmann – Schneidermeister in Flörsheim mit illustrer Abstammung) und dann ganz vielen aus der Schäfer Stammlinie hoch bis zur Abbildung hier.

Das ist ja ein schöner Spaß! Da haben Buster Keaton und ich ja gemeinsame deutsche Vorfahren.

Ein weiterer Verwandter ist der US-amerikanische Kunstkritiker und Autor Charles Henry Hart. Der ist mir persönlich unbekannt. Allerdings ist das auch eine lustige Verwandtschaft. Im wahrsten Sinne format-brechend, da versuche ich noch nicht mal die Ahnenreihe ansatzweise hier einzupflegen. Ich sage mal so: Über meinen Vater und den Hartmann-Strang sind wir über viele Ecken verwandt. Charles Henry Hart ist mein 10. Cousin 4. Grades.

Ebenfalls als Resultate ausgeworfen wurden mehrere „bekannte“ (allerdings mir persönlich nicht bekannt) Mitglieder der Mormonen.

Das ist ja eine herrliche Spielerei! 😀

Und wenn ich noch weitere Verwandtschaftsverhältnisse in familysearch einstelle (da sind noch einige offen, die ich nachtragen könnte, ganz zu schweigen von meinen aktuellen Forschungsständen), dann kann ich das ja noch mal durch diese Website laufen lassen. Würde mich ja wundern, wenn ich nicht mit Karl dem Großen verwandt sei! 😉

Viel Spaß beim selber ausprobieren!!

Meine fünf Haupt-Vorfahrenstränge

Es sind eigentlich vier Haupt-Vorfahrenstränge, nicht? 🙂

Aber wie jeder Genealogie weiß, keine Familie ist normal. So habe ich z.B. fünf Haupt-Stränge.

Ich versuche mir hier einmal wach zu rufen, welche Stränge ich hier überhaupt verfolge.

HARTMANN – der erste Hauptstrang

Die Hartmänner aus dem Odenwald. Eine Lehrer-Dynastie. Vermutlich auch Gastwirte. (Dazu gleich mehr.) Eine illustre Schar, quasi jedes Mitglied der Hartmänner wird wunderlicher, je mehr ich recherchiere. (Und hier schließe ich auch all die eingeheirateten Familien mit ein.) Zum Teil kann ich die Linie sehr sehr weit zurückverfolgen und die Hartmänner sind „geographisch sehr stabil“. Aktiv an diesem Strang habe ich schon seit Jahren nicht mehr gearbeitet. Aber neue Recherchen würden sich richtig lohnen.

Die Hartmänner sind in meinem Karteikasten blau.

ECKERT – der zweite Hauptstrang

Die Eckerts kommen aus Flörsheim. Ein paar Einheiratungen aus der Fremde, darunter mein italienischer Vorfahre, weshalb es in der Familie immer hieß „Wir stammen aus Italien“. Aber im Großen und Ganzen stammen alle aus Flörsheim. Teilweise sehr weit zurückzuverfolgen. Glücklicherweise kann man nicht nur problemlos die Kirchenbücher über die Mormonen einsehen, es gibt auch einen aktiven Heimatverein mit Publikationen. Für den Herbst 2014 ist übrigens ein zweiter Teil einer Publikation über Flörsheim (Rekonstruktion 1656 – Teil 2 – die Menschen) angekündigt.

Während ich keine der Hartmänner persönlich kennengelernt habe, bin ich mit Flörsheim eher vertraut, auch wenn ich dort nicht lebe. Meine Oma war dort geboren und lebte dort. Und als Kind hat sie mir und meinem Bruder die Flörsheimer Mundart beigebracht. (Ist leider fast nichts von übrig geblieben.)

Meine Uroma aus Flörsheim, Lina Lehmann – verheiratete Eckert, verheiratete Hartmann – war Gastwirtin. Jetzt habe ich Hinweise darüber gefunden, dass Lina nicht die einzige Gastwirtin in der Familie war. Auch die Hartmänner waren anscheinend nach ihren jeweiligen Tätigkeiten als Lehrer (oder zeitgleich – Lehrer waren sehr schlecht bezahlt!) auch als Gastwirte tätig.

Die Eckerts sind in meinem Karteikasten grün.

KLATT – der dritte Hauptstrang

Und jetzt ein riesiger geographischer Sprung aus dem schönen Odenwald in Hessen nach Pommern! Die Klatts und der vierte Hauptstrang sind momentan meine Hauptinteressen! Denn ich weiß jämmerlich wenig über die Familien.

Mein Opa und seine Familie lebten im Dorf Riege im Kreis Deutsch Krone. Das liegt in Hinterpommern und ganz in der Nähe des Raumes, in dem der vierte Hauptstrang lebte.

Was ich herausfand, was mich überraschte: Die Klatts lebten wohl abwechselnd im Dorf und in Schneidemühl. Ob das in Zusammenhang mit der sehr schlechten Gesundheit meiner Uroma lag, kann ich noch nicht unterscheiden. In die Tiefe komme ich momentan auch nicht. Es ist fraglich, ob es noch die Kirchenbücher gibt. In deutschen Archiven oder bei den Mormonen jedenfalls nicht. Eine Reise nach Polen wäre hier erhellend. Dafür fehlt mir momentan vor allem das Geld, ein wenig die Zeit und auch die Polnisch-Kenntnisse.

Die Klatts sind in meinem Karteikasten rot. Wenig verwunderlich, habe ich bisher rote Karteikarten am wenigsten im Karteikasten einstehen.

SPICKERMANN – der vierte Hauptstrang

Die Spickermanns aus Schneidemühl. Der Teil der Familie, dem ich mich schon immer am „verwandtesten“ fühlte. Kein Wunder, ich sehe genau wie eine Spickermann aus! 😀 Die Gesichtszüge, die blauen Augen – Verena ist eine echte Spickermann! (Und das, wo ich mich doch so sehr niederrheinisch, amerikanisch, pommersch und italienisch zu gleichen Teilen fühle!)

Aber es liegt auch sicherlich daran, dass wir in meiner Kindheit jeden Sonntag mit Spickermännern unsere Zeit verbrachten. Meine Großtante, die große Schwester meine Oma, war die Oma, die ich nie hatte. (Meine Oma väterlicherseits lebte in Hessen, meine Oma mütterlicherseits starb wenige Tage vor meinem ersten Geburtstag.)

Die Recherche zu den Spickermännern läuft für mich momentan hauptsächlich über die Mikrofilme der Mormonen. Aber bereits jetzt stoße ich an Grenzen. Denn die Mormonen haben „nur“ die Personenstandsregister, die im Oktober 1874 einsetzen.

Die gute Nachricht ist, die Kirchenbücher aus Schneidemühl gibt es noch. Und man kann auch an die Bücher heran. Dafür allerdings muss man nach Polen fahren, zum Diözesan-Archiv. Da ich kein Auto habe, und es mir scheint, dass man da nicht unbedingt ohne Auto so leicht zum Gebäude kann, ist allein das schon ein Problem. Die Kosten, der Zeitfaktor und meine fehlenden Polnisch-Kenntnisse sind ein weiteres Problem. Alles nicht unlösbar, aber so sehr wie ich auf heißen Kohlen sitze, nagt es schon stark an mir.

Alternativ könnte ich Dokument für Dokument per Post anfordern. Aber dafür fehlt mir absolut das Geld!

Die Spickermänner waren Arbeiter und anscheinend Bauern, die aus den umliegenden Dörfern nach Schneidemühl kamen. Aber hier gibt es noch viel herauszufinden.

Die Spickermanns sind in meinem Karteikasten gelb.

EDDIE WHITE – der fünfte Hauptstrang

Oje, hatte ich hier schon von Eddie berichtet? Ich sollte es! Und werde es dementsprechend nachholen.

Durch die DNA-Genealogie dokumentiere ich meine Recherchen zu Eddie White komplett anders. Eddie White ist bisher nicht in meinem Karteikasten vertreten. Und wenn ich ihn endgültig identifiziere, dann kann ich immer noch überlegen, ob die Karteikarten dann wirklich white/weiß werden. 😉

Dennoch ist der farbige Karteikasten eine große Hilfe bei der Arbeit meiner DNA-Genealogie. Habe ich eine Frage, ob ein Familienname, oder ein konkreter Vorfahr bei mir vorkommt, schaue ich in den Karteikasten. Ist die Karteikarte blau, kommt dieser Vorfahre schon mal direkt nicht in Frage. (Blau = genetische Verwandtschaft ausgeschlossen.) Das ist besonders interessant, wenn ich ein DNA-Match habe, und dort die Liste mit den Nachnamen durchgehe.

Und das ist ganz kurz zusammengefasst, ein Überblick über meine ganz große Familiengeschichte.