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Saturday Night Genealogy Fun – the day your grandfather was born

Um wieder in den Rhythmus des Blog-Schreibens zu kommen, mache ich am Sonntag Abend beim Saturday Night Genealogy Fun von Genea Musings mit.

Diese Woche mit dem Thema „der Tag an dem dein Großvater geboren wurde“. Da ich mich um die Beantwortung der Fragen quasi bei allen von mir recherchierten Familienmitgliedern beschäftigt habe, mache ich hier gerne mit.

Ich kann ja aus dreien wählen, wobei ich ja leider nur von zweien die Daten habe.

Albin Bernhard Klatt, mein Großvater mütterlicherseits, wurde am 23. August 1912 in Riege, Deutsch Krone, Pommern geboren.

Johann Jakob Hartmann, mein Großvater väterlicherseits, wurde am 20. Mai 1904 in Worms geboren.

Eddie White, der leibliche Vater meines Vaters, ist immer noch eine unbekannte Größe, dementsprechend liegen mir leider keine Daten zu seinem Leben vor.

1)  What day of the week was your Grandfather born (either one)? Tell us how you found out.

Opa Albin wurde an einem Freitag geboren. Herausgefunden habe ich dies, indem ich vor langer Zeit in einigen Büchern nachgeschlagen hatte und gerade eben noch mal über google gesucht hatte (ob ich noch was Neues finden kann). Fündig wurde ich auf geboren.am schicksal. com onthisday.com und bei wikipedia.

Weitere Informationen zum Geburtstag von Opa Albin: Er ist in einem Schaltjahr zur Welt gekommen, im Sternzeichen Löwe, Wasserratte im chinesischen Horoskop.

Opa Jakob wurde ebenfalls an einem Freitag geboren. Lustigerweise handelt es sich mit 1904 um ein weiteres Schaltjahr, was mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bewußt war! Beide mir bekannte Opas sind in einem Schaltjahr jeweils an einem Freitag geboren! Das hatte ich auch schon vor Jahren recherchiert, aber jetzt gerade erst ist es mir bewußt geworden, als ich diesen Blog-Beitrag begann zu verfassen. Nasowas! Frisch gegooglet habe ich hier geboren.am und wikipedia und wikipedia Nr. 2 und wikipedia Nr. 3.

Für Opa Jakob hatte ich die Tierkreiszeichen auch nachgeschaut – diese hatte ich mir bereits vor einiger Zeit notiert. Im westlichen Tierkreiszeichen war er Stier. Im chinesischen Tierkreiszeichen war Jakob ein Holz-Drache. (Ich bin ein Feuer-Drache.)

2) What has happened in recorded history on your Grandfather’s birth date (day and month)? Tell us how you found out, and list five events.

Am 23. August 1912 geschahen laut den oben genannten Online Quellen in Deutschland eher wenig. Seit Mai und noch bis Ende September war in Köln die bedeutende Ausstellung des Sonderbundes zu sehen.

In den Vereinigten Staaten verschwand am 23. August 1912 Bobby Dunbar um dessen Verschwinden und scheinbares wieder Auftauchen acht Monate später ein großes Rätselraten und öffentliche  Diskussion entstand. Ein sehr kurioser Fall, denn durch einen vor wenigen Jahren vorgenommenen DNA-Test konnte nachgewiesen werden, daß der Junge, der nach acht Jahren wieder auftauchte und für Bobby gehalten wurde, kein Blutsverwandter der Dunbars war. Ich frage mich, ob dieser Fall eine Inspiration hinter einem Film mit Angelina Jolie war.

Ebenfalls in den Staaten trat der Pure Food and Drug Act in Kraft, nach dem in einem Lebensmittel oder einer Droge/Medizin nur das enthalten sein darf, was ausgezeichnet war.

Im heutigen Ghana, damals von den Kolonialmächten Goldküste genannt, wurde Hugh Clifford als Verwalter eingesetzt. Er blieb bis 1919 auf diesem Posten.

Bandar Abbas, damals Persien heute Iran, wurde von Rebellen angegriffen.

Am 20. Mai 1904 geschah relativ wenig. Ich habe nichts gefunden, bööö.

Zusatzinfo: Am 21. Mai 1904 wurde in Paris die FIFA gegründet.

3)  What famous people have been born on your Grandfather’s birth date?  Tell us how you found out, and list five of them.

Was ich schon seit vielen, vielen, vielen Jahren weiß, ist daß mein Opa Albin den gleichen Geburtstag wie Gene Kelly hat! Was natürlich für mich als alte Stepp-Tänzerin ganz wunderbar ist.

Wesentlich bedeutender finde ich allerdings den Beitrag den Ingeborg Kummerow zur Weltgeschichte leistete – sie war Widerstandskämpferin und Teil der sog. Roten Kappelle. Auch Ingeborg wurde an diesem Freitag im Schaltjahr 1912 geboren in Hamburg-Rahlstedt.

Ebenfalls am 23. August 1912 wurde der russissche Erfinder Alexei Iwanowitsch Sudajev geboren. Er ist der Entwickler der Maschinenpistole PPS-43.

Auch am 23. August 1912 wurde der Zeichentrickzeichner Ed Benedict geboren. Von ihm sind u.a. der Yogi-Bär und Fred und Wilma Feuerstein.

Der schwedische Jurist Gunnar Lagergren wurde an diesem Freitag in Stockholm geboren.

In Japan wurde der Lyriker Miya Shuji geboren.

Für die Literatur schien ein guter Tag zu sein, denn in Brasilien kam der Schriftsteller Nelson Rodrigues zur Welt.

Zwei Tage später, also als Sonntagskind, wurde übrigens Erich Honecker geboren.

Opa Albin und all die genannten würden dieses Jahr ihren 105. Geburtstag feiern.

Opa Jakob, der am Freitag den 20. Mai 1904 geboren wurde, teilt seinen Geburtstag ebenfalls mit Schriftstellern.

Margery Allingham wurde in London geboren. Sie wurde später als Autorin klassischer Detektiv-Romane bekannt.

In Tokyo wurde Nagai Tatsuo geboren. Er wurde anscheinend vor allem durch seine Kurzgeschichten bekannt.

Da ich nicht mehr finden konnte – drei Tage zuvor, am 17. Mai 1904, wurde der französische Schauspieler Jean Gabin geboren.

All die hier Aufgezählten würden dieses Jahr ihr 113. Geburtstag feiern.

Zusatzinfo: Am 20. Mai 1908 wurde einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler geboren – Jimmy Stewart.

One Lovely Blog Award

One Lovely Blog Award

One Lovely Blog Award

Karen hat mich für den One Lovely Blog Award nominiert. Darüber freue ich mich natürlich sehr! Vielen Dank Karen!

Was ist der One Lovely Blog Award?

Nach mehrfacher Online-Recherche konnte ich im Grunde über die Ursprünge des One Lovely Blog Award nur wenig herausfinden. (Suchen über die großen Internetsuchmaschinen bringt eine Vielzahl von Blogeinträgen zu Tage, in denen genau dies geschildert wird – über die Ursprünge ist nichts herauszufinden.)

Fest steht nur: Man wird nominiert, bedankt sich dafür, schreibt sieben Sachen über sich selbst, nominiert 15 (oder so viel man mag) andere Blogger und teilt ihnen das mit.

Auch wenn ich nicht genau die Ursprünge oder die Urheber ergründen konnte, so kann ich doch in den vielen Blogeinträgen eins erkennen: Man wird von jemanden nominiert, der den jeweils nominierten Blog für interessant genug hält nominiert zu werden mit der kleinen Verpflichtung etwas über sich selbst Preis zu geben und dann den Staffel-Stab weiterzugeben.

Ich verstehe es so, dass ich so Blogs nominieren kann, die mir Freude bereiten und die eventuelle Leser meines Blogs vielleicht noch nicht kennen und mal mit einem Klick kennenlernen können. Diese Idee finde ich gut, deshalb hier:

Sieben Dinge über mich:

  • Ich bin gelernte Speditionskauffrau und mit 30 Jahren an die Uni gegangen um Ägyptologie und Archäologie zu studieren. Mittlerweile studiere ich nur noch Archäologie. (Materielle Hinterlassenschaften erkunden liegt mir sehr viel mehr als Hieroglyphen und mittelägyptische Grammatik auswendig lernen.)
  • In meiner Familie kommen erfreulich häufig „Vornamen-Buchstaben-Paare“ vor: Meine Eltern heißen Regina und Roman, meine Großeltern mütterlicherseits Anna und Albin. Annas Eltern hießen Emil und Elisabeth. Emils Eltern hießen August und Auguste. Auf der Seite meines Vaters kommt es auch vor,  ist aber natürlich etwas komplizierter. Meine Oma hieß Elli. Der Soldat, der der Vater meines Vaters war hieß Eddie. Ellis Eltern sind Lina und Lorenz … ich könnte so lustig weitermachen … Da ich selbst Verena heiße, habe ich es mit „V“ nicht so einfach. 😉 Ich könnte mir aber auch einfach jemanden suchen, der zwei Vornamen hat, die mit dem gleichen Vornamen anfangen – aber das wäre ja irgendwie gemogelt, gell? 😉
  • Ich habe stets eine Flasche 4711 in meinem Rucksack. Nicht nur aus Lokalpatriotismus (ich bin geborene Krefelderin, studiere aber in Köln, habe dort auch lange und gerne gelebt), sondern als Pendlerin braucht man immer wieder mal schnell einen guten Geruch in der Nase …
  • Mein Leben hat sich komplett verändert seit meinem Entschluss aus meinem Beruf (Speditionskauffrau) „zurück“ an die Uni zu gehen – nichts ist mehr so, wie es damals war. Sehr schwerwiegende Sachen sind passiert auf die ich keinen Einfluss hatte; vor allem die dramatische Krebserkrankung meiner Mutter und ihr Tod waren extrem schlimm für mich. Aber jetzt, Jahre später und noch lange nicht alle Probleme gelöst und immer noch traurig über einige Erlebnisse, bin ich glücklicher und entspannter als jemals zuvor. Mich haut nix mehr aus den Socken!
  • Ich habe viel zu viele Bücher!
  • Finanziell kann ich es mir momentan vieles nicht erlauben, was mich aber am meisten zwackt ist, dass ich kein Haustier haben kann! Ich war leidenschaftliche Hunde- und Meerschweinchen-Mama und vermisse es sehr ein Tier um mich zu haben.
  • Häkeln und Handarbeiten sind meine Leidenschaft geworden und haben mir in den schweren Jahren sehr geholfen. Ich kann das jedem nur weiterempfehlen – auf die Vorurteile zu Handarbeiten pfeifen und etwas selbst machen. Es gibt kein erfüllenderes Gefühl als etwas Selbstgemachtes in Händen zu halten oder besser noch, anzuziehen!

Ich nominiere:

Nun werde ich einfach ein paar Blogs listen, die ich sehr gerne lese und die (so viel ich weiß) noch nicht für den One Lovely Blog Award nominiert wurden.

A Girl Called Jack – wahrscheinlich schon x-mal für den Lovely Blog Award nominiert, ich liste sie trotzdem. Die alleinerziehende Mutter Jack war in einem Dilemma – sie konnte trotz ihrer Vollzeit-Stelle ihren Sohn nicht in einer Tagesstätte unterbringen. Sie kündigte, in der Annahme, sie würde schnell eine neue Stelle finden. Was folgte war ein finanzieller Totalabsturz, denn sie fand keine neue Arbeit. Aus ihrem Unglück und ihrer Verzweiflung entstand ihr Blog, in dem sie mit den Lebensmitteln, die sie von der Food Bank (vergleichbar den deutschen Tafeln) erhielt, für ihren kleinen Sohn und sich kochte. Sehr inspirierende Lebensgeschichte. Aus ihren pfiffigen und leckeren (!) Rezepten entstand mittlerweile ein erfolgreiches Kochbuch. Momentan postet Jack übrigens weniger häufig – denn sie hat eine neue Vollzeit-Stelle und schreibt an einem weiteren Kochbuch …

Afroculinaria – Michael W. Twitty ist ein „Koch-Historiker“ (gibt es einen deutschen Begriff dafür?). Er erforscht afrikanische und afroamerikanische Küchen- und Lebenstraditionen. Ebenso berichtet er über sein jüdisches Leben. Immer spannend, nie langweilig.

Archaeologik – Archäologie-Blog von Rainer Schreg, der sich mit aktuellen Funden, Forschungen, Ereignissen und Meldungen kritisch beschäftigt.

Archäologische Nachrichten – Guido Nockemann unterhält hier einen Blog mit den neuesten Nachrichten aus der Archäologie. Daneben hat er einen weiteren Blog, den ich weitaus spannender finde, und der sogar eine ISSN-Nr. hat – Guido, wolltest Du nicht mal einen Blogbeitrag schreiben, wie man den Blog in Publikationen zitieren kann? 😉 (Diss haste doch abgegeben …) Bis dahin kann ich so leider nur auf Archäologie 2.0 mit Hyperlink verweisen und hoffen, dass Guido dort wieder postet …

Blogtor Who – berichtet über alles, was Whovians (Fans der BBC TV Serie Doctor Who) interessieren könnte.

Cafe Johnsonia – US-amerikanischer Food-Blog mit vegetarischen Rezepten, die sich an den Jahreszeiten orientieren.

Dobbys Signature – Dobby stellt in ihrem Blog die Küche Nigerias vor. Ebenfalls ab und an Berichte über das Leben in diesem westafrikanischen Land.

Dreams are what le cinema is for … – Filmbesprechungen älterer Filme. Hier wurde ich auf viele spannende Filme aufmerksam, von denen ich bisher nichts gehört hatte.

Genealogie Timo Kracke – Timo publiziert ebenfalls den Podcast „der Genealoge“. Momentan etwas still (aber darüber beschwere ich mich eh bei niemanden), postet Timo über neue deutsche Genealogie-Blogs oder deutsche Genealogie-Nachrichten.

In the Artifact Lab. Conserving Egyptian Mummies – Blog der Restauratoren des Penn Museum der University of Pennsylvania in Philadelphia. Es werden nicht nur Mumien restauriert.

Jon Crispin’s Notebook – Jon Crispin ist ein Photograph, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Koffer zu fotografieren, die im Willard Asylum gefunden wurden. Diese Koffer, größtenteils leer, sind von den ehemaligen Bewohnern des Asylums zurückgelassen worden. Tragische, intime oder einfach unterhaltsame Augenblicke aus dem Leben der Heimbewohner werden lebendig. (Wohl gemerkt, damals konnte man mit heute leicht behandelbaren vermeintlichen „Krankheiten“ – darunter auch Homosexualität – für den Rest seines Lebens weggesperrt werden.) Mehr zu diesem faszinierenden Projekt gibt es hier zu sehen.

nknews.org – Nachrichten und Berichte aus Nordkorea. Sowohl kritisch hinterfragte Kommentare zu Nachrichten als auch Berichte von Flüchtlingen aus Nordkorea. Hinter der Website steht ein ganzes Team von unabhängigen Nordkorea-Spezialisten und Journalisten. Hier gibt es tatsächlich Einblicke in das alltägliche Leben in Nordkorea, so wie es sonst kaum vermittelt wird.

One Free Korea – Ergänzend zum oben genannten Blog – von einem US-amerikanischen Anwalt betrieben, der früher Soldat war. Sehr viel kritischer und mit starker Meinung gegen das nordkoreanische Regime. Stärke des Blogs: Immer wieder Berichte über und Analyse von Satellitenbilder von den offiziell nicht-existierenden prison camps.

Nochmals vielen Dank für die Nominierung für den One Lovely Blog Award, Karen! 🙂

Saturday Night Genealogy Fun (SNGF) – What date was your grandfather born?

I’m participating in Randy Seaver’s Genea-Musings „Saturday Night Genealogy Fun“ (SNGF).

I was debating with myself if I should do this in German and English … and look at the time – I’ll just blog in English, I might participate again in German and not let my over-thinking get in the way next time. 😉

1. What day of the week was your Grandfather born (either one)? Tell us how you found out.

Well, first of: I have three grandfathers to pick from. (More about this – here.) Two I know the certain identify of. Only one of the three grandfathers I’ve met. Therefore I’ll just go into detail with Opa Albin, the only „Opa“ (grandpa) I got to know.

Opa Albin was born on August 23rd 1912 in Riege, Kreis Deutsch Krone, Pomerania.

I got this (and other information) from the website http://geboren.am. (Actually I usually look up the day of the week as soon as I find out a date, so this is in my files, but I’m not even sure anymore where I got it from.)

August 23rd 1912 was a Friday.

Opa Albin is my mother’s father. My father has two fathers: His biological father, who I’m still trying to find and his … well, father. His name is Johann Jakob (called Jakob). The biological father was called Eddie.

Jakob was born May 20th 1904 in Worms, Hesse. Incidentally this was a Friday too.

2. What has happened in recorded history on your Grandfather’s birth date (day and month)? Tell us how you found out, and list five events.

On Opa Albin’s birth date (the exact year 1912) in the US, Bobby Dunbar disappeared. (Wikipedia-Entry.) This curious case probably only made small headlines in the bigger national newspapers in Germany. I don’t think my family in Pomerania would have heard about it.

Also taken from Wikipedia – Entry for August 23rd:

In the year 237 BC pharao Ptolemaios III. starts building the temple of Edfu.

In the year 153 BC Roman consul Quintus Fulvius Nobilior loses a whole legion (that 3,600 to 6,000 soldiers!) fighting the Celt-Iberians in Numantia; what is today in Spain.

In the year 1305 William Wallace is publically tortured to death in London.

In the year 1927 Sacco and Vanzetti are executed.

Opa Jakob:

May 20th 1631 – the sack of Magdeburg. During one of the most horrible war crimes ever, around 20,000 people are slaughtered. The newly created German verb „magdeburgisieren“ will now for centuries be used to describe total ruthless destruction.

1862 – Lincoln signs the Homestead Act.

3. What famous people have been born on your Grandfather’s birth date? Tell us how you found out, and list five of them.

On Opa Albin’s birth date (in the year 1912!) actor and dancer Gene Kelly was born.

Also sharing Opa Albin’s birth date, but not the same year:

1754 – King Louis XVI of France. He will later be executed during the French Revolution. (His wife was Marie Antoinette.)

1854 – pianist and composer Moritz (Maurice) Moszkowski.

1931 – Barbara „I dream of Jeannie“ Eden.

1946 – Keith Moon, drummer of The Who.

Opa Jakob (May 20th 1904):

1764 – Johann Gottfried Schadow – sculptor and creator of the Quadriga on top of the Brandenburg gate in Berlin.

1799 – Honoré de Balzac – French writer – „la comédie humaine“.

1908 – Jimmy Stewart – Actor.

Ganz viel Neues auf einmal

Es tut mir mittlerweile richtig leid, dass ich nicht dazu komme hier zu posten.

Ich hoffe in den kommenden Tagen eine Folge von mehreren Blogeinträgen zu machen. Jeder einzelne von Ihnen ist superspannend und/oder einfach nur total erfreulich!

Durch einen Kommentar (von Hans Joachim – ich hoffe Du liest dies) werde ich dann auch den bereits „angedeuteten“ Beitrag online stellen, wie man einen Mikrofilm bei den Mormonen bestellt. (Status: Beitrag ist quasi fertig geschrieben, es fehlen allerdings noch die Screencaps.) Mikrofilme bestellen und sichten ist wirklich sehr viel einfacher als man es sich vorstellt und ich hoffe immer sehr, dass „man“ sich einfach rantraut. Sprich: Der Beitrag wird auch zu einem großen Teil ein Ermutigungsbeitrag auf diesem Blog sein.

Denn die Genealogie und alle „Nebenwirkungen“ machen einfach unheimlich viel Spaß. Man lernt so viel, vom meisten hatte man noch nicht mal eine Ahnung, dass es für einen selbst relevant sein könnte und würde. Geschichte ist nicht nur mehr das, was in Büchern steht, sondern was die eigene Familie er-, durch- und teilweise überlebt hat. Der Horizont wird unweigerlich weiter und es gibt viele tolle und spannende Begegnungen.

Aktuell freue ich mich über eine Menge. Darunter ist eine Nominierung für den „One Lovely Award“ durch Karen. Dafür werde ich natürlich einen eigenen Beitrag verfassen. Aber freuen tue ich mich jetzt schon wirklich ganz dolle! 🙂

Und es gibt natürlich wieder neue Funde in meiner Familienforschung, die ich vorstellen möchte, sei es Dokumente oder weitere Analyse-Ergebnisse meines DNA-Tests. Nur so viel: Meine Mitochondrien-DNA habe ich (Verena) von einer immer länger werdenden Namenliste spannender Frauen:

Verena – Regina – Anna – Elisabeth – Johanna – Rosalie ….

Auf in neue Abenteuer mehr über das Leben dieser Frauen zu erkunden! (Und die Männer will ich dabei natürlich auch nicht vergessen.)

Buster Keaton, mein 8. Cousin 3. Grades

Eigentlich habe ich ja nicht mit der Genealogie angefangen um herauszufinden, mit welcher berühmten Persönlichkeit ich verwandt bin.

Aber dann kam ich an den Link zur Website

http://roots-fb.cs.byu.edu/home

und da musste ich es einfach mal ausprobieren! Mit welcher berühmten Persönlichkeit bin ich wohl verwandt?

Auf der Website kann man seinen familysearch.org Stammbaum einlesen und dann wird nach selbst gewählten Kategorien, wie z.B. europäischer Adel, berühmte Amerikaner, … einfach mal selber schauen … Resultate aufgelistet.

Bei mir kam zwar kein europäischer Adel (mit den auf familysearch eingestellten Daten) heraus, aber ich bin mit Buster Keaton, dem berühmten Stummfilm-Komiker verwandt. Das ist natürlich superprächtig, denn neben meiner Leidenschaft für Genealogie, habe ich eine ausgeprägte Leidenschaft für Stummfilme!

Und jetzt bin ich tatsächlich mit Buster Keaton verwandt, wer hätte es gedacht – ich nicht. 🙂

Aufgelistet wird nicht nur die Person – Buster Keaton – und das Verwandtschaftverhältnis – 8. Cousin 3. Grades – sondern auch das Verwandtschaftsverhältnis selbst.

Gemeinsame Vorfahren mit Buster Keaton

Gemeinsame Vorfahren mit Buster Keaton

Verwandt bin ich über meinen Vater, meinen Opa Johann Jakob Hartmann, über meine Urgroßmutter Lina Lehmann (verheiratet mit Lorenz Eckert – der Fabrikarbeiter, der bei einer Explosion ums Leben kam), über ihre Mutter/meine Altmutter Elisabetha Schäfer (verheiratet mit Gottlieb Lehmann – Schneidermeister in Flörsheim mit illustrer Abstammung) und dann ganz vielen aus der Schäfer Stammlinie hoch bis zur Abbildung hier.

Das ist ja ein schöner Spaß! Da haben Buster Keaton und ich ja gemeinsame deutsche Vorfahren.

Ein weiterer Verwandter ist der US-amerikanische Kunstkritiker und Autor Charles Henry Hart. Der ist mir persönlich unbekannt. Allerdings ist das auch eine lustige Verwandtschaft. Im wahrsten Sinne format-brechend, da versuche ich noch nicht mal die Ahnenreihe ansatzweise hier einzupflegen. Ich sage mal so: Über meinen Vater und den Hartmann-Strang sind wir über viele Ecken verwandt. Charles Henry Hart ist mein 10. Cousin 4. Grades.

Ebenfalls als Resultate ausgeworfen wurden mehrere „bekannte“ (allerdings mir persönlich nicht bekannt) Mitglieder der Mormonen.

Das ist ja eine herrliche Spielerei! 😀

Und wenn ich noch weitere Verwandtschaftsverhältnisse in familysearch einstelle (da sind noch einige offen, die ich nachtragen könnte, ganz zu schweigen von meinen aktuellen Forschungsständen), dann kann ich das ja noch mal durch diese Website laufen lassen. Würde mich ja wundern, wenn ich nicht mit Karl dem Großen verwandt sei! 😉

Viel Spaß beim selber ausprobieren!!

Meine fünf Haupt-Vorfahrenstränge

Es sind eigentlich vier Haupt-Vorfahrenstränge, nicht? 🙂

Aber wie jeder Genealogie weiß, keine Familie ist normal. So habe ich z.B. fünf Haupt-Stränge.

Ich versuche mir hier einmal wach zu rufen, welche Stränge ich hier überhaupt verfolge.

HARTMANN – der erste Hauptstrang

Die Hartmänner aus dem Odenwald. Eine Lehrer-Dynastie. Vermutlich auch Gastwirte. (Dazu gleich mehr.) Eine illustre Schar, quasi jedes Mitglied der Hartmänner wird wunderlicher, je mehr ich recherchiere. (Und hier schließe ich auch all die eingeheirateten Familien mit ein.) Zum Teil kann ich die Linie sehr sehr weit zurückverfolgen und die Hartmänner sind „geographisch sehr stabil“. Aktiv an diesem Strang habe ich schon seit Jahren nicht mehr gearbeitet. Aber neue Recherchen würden sich richtig lohnen.

Die Hartmänner sind in meinem Karteikasten blau.

ECKERT – der zweite Hauptstrang

Die Eckerts kommen aus Flörsheim. Ein paar Einheiratungen aus der Fremde, darunter mein italienischer Vorfahre, weshalb es in der Familie immer hieß „Wir stammen aus Italien“. Aber im Großen und Ganzen stammen alle aus Flörsheim. Teilweise sehr weit zurückzuverfolgen. Glücklicherweise kann man nicht nur problemlos die Kirchenbücher über die Mormonen einsehen, es gibt auch einen aktiven Heimatverein mit Publikationen. Für den Herbst 2014 ist übrigens ein zweiter Teil einer Publikation über Flörsheim (Rekonstruktion 1656 – Teil 2 – die Menschen) angekündigt.

Während ich keine der Hartmänner persönlich kennengelernt habe, bin ich mit Flörsheim eher vertraut, auch wenn ich dort nicht lebe. Meine Oma war dort geboren und lebte dort. Und als Kind hat sie mir und meinem Bruder die Flörsheimer Mundart beigebracht. (Ist leider fast nichts von übrig geblieben.)

Meine Uroma aus Flörsheim, Lina Lehmann – verheiratete Eckert, verheiratete Hartmann – war Gastwirtin. Jetzt habe ich Hinweise darüber gefunden, dass Lina nicht die einzige Gastwirtin in der Familie war. Auch die Hartmänner waren anscheinend nach ihren jeweiligen Tätigkeiten als Lehrer (oder zeitgleich – Lehrer waren sehr schlecht bezahlt!) auch als Gastwirte tätig.

Die Eckerts sind in meinem Karteikasten grün.

KLATT – der dritte Hauptstrang

Und jetzt ein riesiger geographischer Sprung aus dem schönen Odenwald in Hessen nach Pommern! Die Klatts und der vierte Hauptstrang sind momentan meine Hauptinteressen! Denn ich weiß jämmerlich wenig über die Familien.

Mein Opa und seine Familie lebten im Dorf Riege im Kreis Deutsch Krone. Das liegt in Hinterpommern und ganz in der Nähe des Raumes, in dem der vierte Hauptstrang lebte.

Was ich herausfand, was mich überraschte: Die Klatts lebten wohl abwechselnd im Dorf und in Schneidemühl. Ob das in Zusammenhang mit der sehr schlechten Gesundheit meiner Uroma lag, kann ich noch nicht unterscheiden. In die Tiefe komme ich momentan auch nicht. Es ist fraglich, ob es noch die Kirchenbücher gibt. In deutschen Archiven oder bei den Mormonen jedenfalls nicht. Eine Reise nach Polen wäre hier erhellend. Dafür fehlt mir momentan vor allem das Geld, ein wenig die Zeit und auch die Polnisch-Kenntnisse.

Die Klatts sind in meinem Karteikasten rot. Wenig verwunderlich, habe ich bisher rote Karteikarten am wenigsten im Karteikasten einstehen.

SPICKERMANN – der vierte Hauptstrang

Die Spickermanns aus Schneidemühl. Der Teil der Familie, dem ich mich schon immer am „verwandtesten“ fühlte. Kein Wunder, ich sehe genau wie eine Spickermann aus! 😀 Die Gesichtszüge, die blauen Augen – Verena ist eine echte Spickermann! (Und das, wo ich mich doch so sehr niederrheinisch, amerikanisch, pommersch und italienisch zu gleichen Teilen fühle!)

Aber es liegt auch sicherlich daran, dass wir in meiner Kindheit jeden Sonntag mit Spickermännern unsere Zeit verbrachten. Meine Großtante, die große Schwester meine Oma, war die Oma, die ich nie hatte. (Meine Oma väterlicherseits lebte in Hessen, meine Oma mütterlicherseits starb wenige Tage vor meinem ersten Geburtstag.)

Die Recherche zu den Spickermännern läuft für mich momentan hauptsächlich über die Mikrofilme der Mormonen. Aber bereits jetzt stoße ich an Grenzen. Denn die Mormonen haben „nur“ die Personenstandsregister, die im Oktober 1874 einsetzen.

Die gute Nachricht ist, die Kirchenbücher aus Schneidemühl gibt es noch. Und man kann auch an die Bücher heran. Dafür allerdings muss man nach Polen fahren, zum Diözesan-Archiv. Da ich kein Auto habe, und es mir scheint, dass man da nicht unbedingt ohne Auto so leicht zum Gebäude kann, ist allein das schon ein Problem. Die Kosten, der Zeitfaktor und meine fehlenden Polnisch-Kenntnisse sind ein weiteres Problem. Alles nicht unlösbar, aber so sehr wie ich auf heißen Kohlen sitze, nagt es schon stark an mir.

Alternativ könnte ich Dokument für Dokument per Post anfordern. Aber dafür fehlt mir absolut das Geld!

Die Spickermänner waren Arbeiter und anscheinend Bauern, die aus den umliegenden Dörfern nach Schneidemühl kamen. Aber hier gibt es noch viel herauszufinden.

Die Spickermanns sind in meinem Karteikasten gelb.

EDDIE WHITE – der fünfte Hauptstrang

Oje, hatte ich hier schon von Eddie berichtet? Ich sollte es! Und werde es dementsprechend nachholen.

Durch die DNA-Genealogie dokumentiere ich meine Recherchen zu Eddie White komplett anders. Eddie White ist bisher nicht in meinem Karteikasten vertreten. Und wenn ich ihn endgültig identifiziere, dann kann ich immer noch überlegen, ob die Karteikarten dann wirklich white/weiß werden. 😉

Dennoch ist der farbige Karteikasten eine große Hilfe bei der Arbeit meiner DNA-Genealogie. Habe ich eine Frage, ob ein Familienname, oder ein konkreter Vorfahr bei mir vorkommt, schaue ich in den Karteikasten. Ist die Karteikarte blau, kommt dieser Vorfahre schon mal direkt nicht in Frage. (Blau = genetische Verwandtschaft ausgeschlossen.) Das ist besonders interessant, wenn ich ein DNA-Match habe, und dort die Liste mit den Nachnamen durchgehe.

Und das ist ganz kurz zusammengefasst, ein Überblick über meine ganz große Familiengeschichte.

Karteikarten und Fächeransichten

Da bin ich aber ziemlich überrascht, dass schon wieder ein Monat ins Land gezogen ist, seitdem ich den letzten Blogbeiträge verfasst habe. Andererseits hatte ich in den letzten Monaten und im vergangenen Semester so viel um die Ohren, dass einfach für nichts mehr Zeit blieb.

Für die kommenden Monate sieht es besser aus, da kann ich mich also langsam daran setzen, hier wieder einen normalen Rhythmus reinzukriegen.

Um wieder reinzukommen, beschreibe ich einfach mal, wie ich meine Genealogie umsortiert habe. Das bei anderen zu lesen hat mich immer sehr interessiert. Und Stück für Stück nehme ich Ideen auf und setze sie für mich ein oder wandle sie ab um sie meinen Bedürfnissen anzupassen.

Ich hatte ja bereits angefangen alle meine digitalen Dokumente zu sortieren und ordentlich und systematisch in Ordner abzulegen. Denn bisher habe ich vor allem digital meine Daten verwaltet.

Das werde ich auch in Zukunft tun, aber ich habe festgestellt, dass es extrem nützlich und erhellend (!) sein kann, die Informationen auch (!) physisch griffbereit zu haben.

Diese Einsicht kam mir über einen Umweg. Ich hatte ja einen DNA-Test zusammengespart und machen lassen. Ich suche meinen Großvater. Der war US-amerikanischer Soldat nach dem 2. Weltkrieg und war in Deutschland eingesetzt, wo er meine Großmutter kennenlernte. Noch vor der Geburt meines Vaters wurde seine Einheit verlegt und da meine Großmutter keine Kontaktadresse in den Staaten hatte, brach auch der Kontakt ab. Meine Großmutter heiratete kurz vor der Geburt meines Vaters ihren Stiefvater. (Ihre Mutter, meine Urgroßmutter war wenige Jahre zuvor gestorben.)

Über die Jahre habe ich sehr viel recherchiert, mein Vater auch. Ich habe einige Kandidaten herausgearbeitet. Einer davon ist ein heißer Kandidat. Also muss ein DNA-Test her. (Ich denke, zu all diesem, sollte ich auch mal Blog-Posts schreiben.) So kam es also zu dem DNA-Test.

Und der DNA-Genealogie. Superspannend. Jeder, der sich schon einmal gewundert hat, ob das nicht vielleicht für ihn was wäre, würde ich ermuntern wollen einmal konkret die Optionen zu prüfen.

Durch die DNA-Genealogie musste ich aber auch noch mal meine bereits erarbeiteten Familien durchgehen. Denn jetzt habe ich allerhand Cousins gefunden. Bei einigen habe ich sogar eine ziemlich gute Idee, durch welchen Vorfahren die Verwandtschaft besteht. Bei anderen wieder nicht. Um sicher zu sein und konkret Genealogie mit Cousins abzugleichen, muss ich natürlich meine Dokumentation durchgehen.

Eine der Dinge, die ich im Zuge dessen gemacht habe, die mir plötzlich total neue Einblicke schenkten war, meine Familien in Fächeransicht auszudrucken.

Fächeransichten. Ja, die fand ich so ganz nett. Man sieht halt direkt, wo noch Vorfahren „fehlen“. Und je nach Programm, kann das auch einfach nett aussehen.

Jetzt allerdings als ich darüber grübeln musste, in wie vielter Generation jemand mit mir verwandt sein könnte, habe ich weitere klare Vorteile gesehen.

Zum ersten ganz klar, dass ich am Rand des Fächers daneben schreiben konnte „Großvater, Urgroßvater, Altvater, …“. Ich habe meinen DNA-Test bei FamilyTreeDNA machen lassen. Dort erhält man kalkulierte Verwandtschaftsverhältnisse angezeigt. Wenn mir ein Cousins 2. bis 3. Grades ausgewiesen wird, so wollte ich einfach und schnell sehen, wer meiner Vorfahren als gemeinsamer Vorfahr in Frage käme.

Und tadaaa, mit der Fächeransicht ist das superschnell und einfach. Einmal ausdrucken und schon ist der vermutliche gemeinsame Vorfahr benannt.

Zum zweiten lassen sich geographische Informationen in einem Fächer ebenfalls darstellen. Das war mir neu. Kann sein, dass die ganze Welt das offensichtlich findet, mir ist da echt ein Lämpchen angegangen. Ich habe einfach mit Bleistift die Lebenshauptorte neben die Namen geschrieben und … huch! Die fächern sich genauso auf! Ein Fächerblatt Schneidemühl, ein Fächerblatt, Stöwen, ein Fächerblatt Odenwald-Dörfer, ein Fächerblatt Flörsheim … wow!

Zum dritten wieder die DNA-Genealogie. Denn ich als Frau habe ja eine bestimmte Vererbung des x-Chromosoms. Das hätte ich jetzt auch mittels der Kekule-Nummer in einer Liste verwalten können. Aber mit einem Ausdruck der Fächeransicht geht das so viel einfacher! Denn jede Frau erbt das x-Chromosom von Vater und Mutter. Jeder Mann jedoch nur von seiner Mutter. (Denn der Vater hat ja ein y-Chromosom.) In der Fächeransicht hab ich mir dann nach Vorbild von diversen Blogbeiträgen, z.B. bei DNA-Explained, die Vorfahren farbig markiert, die mir das x-Chromosom verebt haben (können).

Zum vierten konnte ich dann durch das Betrachten meiner neuen Markierungen und Notizen auf den Fächern ganz neue Zusammenhänge sehen, oder häufig, ganz neue Fragen stellen. Klingt jetzt abstrakt, ist aber halt für jede Person etwas anderes.

Mein Fazit: Fächeransichten haben nicht nur einen optischen Reiz, sondern können konkrete Hilfestellung bzw. Unterstützung in der Recherche sein.

Eine weitere Neuerung, bei der ich mir nur noch an den Kopf fassen kann, warum ich es nicht früher gemacht habe, ist ein Karteikasten führen.

Bisher hatte ich bereits einen – einen digitalen. Das ist so ganz gut gelaufen. Aber jetzt, wo ich mir einen Karteikasten gekauft habe und Pappkarteikarten ausfüllen und sortiere, kann ich kaum glauben, dass ich nicht früher damit angefangen habe.

Für die vier Hauptlinien (meine Großeltern) habe ich unterschiedlich farbige Karteikarten besorgt. Blau, Grün, Rot und Gelb.

Bei mir kommt ja die Besonderheit dazu, dass ich zum einen genetische Verwandte habe, und einen Strang (über meinen väterlichen Großvater – diesen Strang führe ich in Blau), der Familie ist, aber keine genetische Verwandtschaft besteht. Allein das ist schon ein Himmelsgeschenk, wenn ich in meinen Karteikasten schaue, sehe ich direkt, wenn ich eine Frage zum DNA-Test habe, dass die blauen Karteikarten gerade keine Rolle spielen.

Das klingt vielleicht „läppisch“, aber mein Nachname ist „Hartmann“. Ein mittelalterlicher Vorname und dementsprechend häufig, vor allem in Hessen, als Nachname verbreitet; wo nicht nur ein Vorfahrenstrang herstammt. Durch die unterschiedlich farbigen Karten, sehe ich direkt welcher Hartmann über welchen Strang verwandt ist! Warum habe ich das bisher nicht so gemacht?! Ja, auch digital kann man Ordner „einfärben“, aber im physischen Karteikasten ist es so viel einfacher und offensichtlicher!

Die letzten Tage, wenn ich nicht in der Uni oder arbeiten war, habe ich quasi nichts anderes gemacht als Karteikarten zu beschriften. Das ist echt eine Menge Arbeit! Hätte ich vor zwanzig Jahren damit angefangen, wäre das organisch gewachsen und ich würde mir jetzt keinen abbrechen. Dennoch ist es eine gute Arbeit, bei der ich bereits jetzt, wo nur Name, Lebensdaten, Verbindung (aus der Kinder entstammen) und die Kekule-Nummer auf der Karteikarte stehen, schon wieder Neues entdecke – Thema: Ahnenschwund!

Das hat ja jeder irgendwo. Von einigen Fällen wußte ich bereits. Allerdings habe ich gestern beim Karteikarten schreiben ein Elternpaar gefunden, welches jetzt jeweils zwei Kekule-Nummern auf der Karteikarte stehen haben! Das wird auch in Zukunft beim Beschriften passieren, aber bei diesem Elternpaar war mir bisher nicht gewußt gewesen, dass sie „Teil des Ahnenschwunds“ waren.

Als Unterscheidung für diese beiden Kekule-Nummern habe ich übrigens die jeweiligen Namen der Kinder des Paares unter die Kekule-Nummer notiert. Ob ich die weiteren „verschwundenen“ Ahnen ebenfalls doppelt beschriften soll, weiß ich noch nicht. Bis jetzt beschrifte ich nur die Generation doppelt, bei denen der „Split“ auftritt.

Tja, gestern abend sind mir die blaue  Karteikarten ausgegangen. Und dabei beschrifte ich bisher nur die direkten Ahnen. Das wird noch eine Menge Arbeit. Aber es lohnt sich.

Das ist, was bei mir die letzten Wochen passiert ist. Über all die spannenden Details werde ich hier vorstellen.