Emil Spickermann im 1. Weltkrieg

So schnell kann es gehen!🙂

Donnerstag habe ich wieder Mikrofilme sehen können und diesmal war die Heiratsurkunde von Emil Spickermann mit Elisabeth Dahlke dabei. Ganz viele tolle spannende Details sind darin zu finden. Das kommt aber im nächsten Blogeintrag.

Zunächst aber fast schon als Nachtrag zu meinem letzten Beitrag, eine erste Antwort auf die Frage „Was geschah mit Emil Spickermann zur Zeit des 1. Weltkrieges?“.

Durch die Urkunde kenne ich nun Emils Geburtsdatum und seinen Geburtsort – nicht Schneidemühl, sondern Stöwen, Kreis Kolmar. Das war ein kleiner Ort ganz in der Nähe von Schneidemühl. Stöwen war verwaltungstechnisch ähnlich organisiert wie Riege/Deutsch Krone. (Wo die Klatts lebten und August Klatt Bürgermeister war.)

Der nächstgrößere Ort, dem Stöwen zugeordnet war, war Usch. Und unter seinem Namen mit seinem Geburtsort (in diesem Falle „Usch“), habe ich Emil in den Verlustlisten des 1. Weltkrieges gefunden!

Direkter Permalink ist ja für die Einträge noch nicht möglich, also entweder selber schauen oder meine kleine Zusammenfassung hier lesen.😉

Die Verlustmeldung, in der Emil erwähnt wird, ist vom 7. Oktober 1915. Emil Spickermann aus Usch Neudorf, Kolmar wird als schwer verletzt gemeldet!

Weitere Informationen sind leider nicht gegeben – er gehört der 12. Kompanie des 6. Pommerschen Infanterie-Regiment Nr. 49 an.

Soweit ich bisher recherchiert habe, war dieses 6. Pommersche Regiment 49 der 4. Division unterstellt. Und dem Gefechtskalender nach, wurde die 4. Division gerade Ende September 1915/Anfang Oktober 1915 von der Ostfront an die Westfront verlegt.

Ab dem 30. September 1915 war die Division der OHL (Obersten Heeresleitung) unterstellt. Was das genau heißt, weiß ich leider nicht. Ab dem 8. Oktober 1915 war die 4. Division an der Herbstschlacht in der Champagne beteiligt. (In dieser Schlacht, zum ersten Mal großer Einsatz von Trommelfeuer.)

Wann genau Emils schwere Verletzung eintrat, weiß ich nicht und ich weiß auch nicht genau, wie ich hier weiterforschen könnte. Die Verlustliste vom 7. Oktober 1915 meldet eine Verwundung, die mindestens einen Tag zurück lag.

In der Familie konnte ich nicht herausfinden, wann Emil starb. Auch nicht warum oder wo.

Immer wieder hörte ich aber Circa-Angaben – „er muss wohl 1915 oder 1916 gestorben sein“. Da habe ich dann immer schon gefragt, ob er im Krieg starb, das wußte aber niemand.

Mir scheint es mittlerweile sehr gut möglich, dass Emil zumindest an den Folgen seiner schweren Verletzung starb.

Zu diesem Zeitpunkt war Emil übrigens gerade einmal 45 Jahre alt. Somit wäre er, wenn er kurz darauf verstarb, tatsächlich als relativ junger Mann gestorben. Auf jeden Fall hätte er mehrere minderjährige, kleine Kinder hinterlassen und das deckt sich mit den Berichten aus der Familie …

Wie bereits angekündigt wird sich der nächste Beitrag mit der sehr spannenden Heiratsurkunde beschäftigen. Da muss ich aber noch ein bißchen an den Fotos schrauben und ein wenig recherchieren. Aber ich brenne darauf die Urkunde vorzustellen, daher wird das nicht lange auf sich warten lassen.🙂

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